Ein Tag in Neuss – unterschätzte Perle am Rhein

Hafen_Neuss

Viele von euch haben Düsseldorf, Köln oder das Ruhrgebiet sicher schon längst auf eurer Reiseliste im Westen Deutschlands abgehakt, aber wie oft denkt man dabei eigentlich an Neuss? Die Stadt am linken Rheinufer wird gerne übersehen, liegt sie doch im Schatten der großen Nachbarin Düsseldorf. Doch wer sich einen Tag oder besser noch ein ganzes Wochenende nimmt, entdeckt hier ein erstaunlich reichhaltiges kulturelles Angebot, charmante Einkaufsstraßen und eine entspannte Atmosphäre, die genau das Richtige ist, wenn ihr mal raus aus dem Großstadttrubel möchtet.

Neuss gehört tatsächlich zu den ältesten Städten Deutschlands: gegründet von den Römern vor fast 2.000 Jahren. Dieser lange Atem der Geschichte ist beim Schlendern durch die Innenstadt deutlich spürbar: mittelalterliche Kirchen, römische Fundstücke, eine lebendige Museumslandschaft und gleichzeitig moderne Geschäfte, Cafés und Restaurants. Kurz gesagt: Neuss ist ein Ort, an dem Historie und Gegenwart Hand in Hand gehen.

Wenn ihr mit dem Auto anreist, empfehle ich euch den kostenlosen Parkplatz an der Hammer Landstraße, von hier aus seid ihr in wenigen Minuten zu Fuß mitten in der Innenstadt. Praktisch: Die Parkdauer beträgt maximal drei Stunden – ideal also, um einen Rundgang entspannt zu beginnen. Der erste Weg führt uns zur Tourist Information Neuss, die ihr in den Rathausarkaden findet. Dort könnt ihr euch mit Kartenmaterial eindecken, Tickets für Stadtführungen abholen und gleich ein paar Tipps von den freundlichen Mitarbeitern mitnehmen.

Ich selbst durfte die Stadtführung „Das historische Neuss“ mitmachen, die am beeindruckenden St. Quirinius Münster beginnt. Der mächtige romanische Bau ist ein Wahrzeichen der Stadt und bereits von außen beeindruckend, innen erwartet euch eine besondere Mischung aus sakraler Kunst, romanischen Fresken und jahrhundertealter Atmosphäre. Ihr seid hier direkt im Herzen von Neuss, am lebendigen Marktplatz, das lebendige Herz der Altstadt, wo sich historische Gebäude mit modernen Cafés und Geschäften abwechseln. Besonders sehenswert ist hier das Glockenspiel am Vogthaus, bei dem sich mehrmals täglich kleine Figuren in Bewegung setzen und so Geschichte auf charmante Weise lebendig werden lassen.

Die 90-minütige Führung* führt euch dann durch enge Gassen, vorbei an historischen Gebäuden und Plätzen, die Geschichten von Zünften, Handel, mittelalterlichen Belagerungen und römischen Ursprüngen erzählen. Besonders reizvoll ist dabei, dass die erfahrenen Guides nicht nur Fakten liefern, sondern oft auch kleine Anekdoten erzählen und Insider-Infos teilen, die man so in keinem Reiseführer findet. Gerade wer Städte am liebsten zu Fuß erkundet, wird hier richtig glücklich: Neuss offenbart Schritt für Schritt, wie facettenreich die Stadt ist.

Ein Abstecher lohnt sich ins RomaNEum: Dort findet ihr im Erdgeschoss eine kleine, aber spannende Ausstellung mit römischen Ausgrabungen. Das Beste: der Eintritt ist frei, und so kann man zwischen den einzelnen Stationen noch tiefer in die Antike eintauchen. An der Außenseite des Gebäudes gibt es zudem Besonderes zu entdecken – hier ist nicht nur ein alter Kupferstich der Stadt angebracht, sondern auch ein Stück der historischen Stadtmauer sichtbar, das euch direkt an die lange Vergangenheit von Neuss erinnert.

Nach so viel Geschichte tut ein wenig frische Luft gut. Der Neusser Hafen ist der perfekte Ort dafür: Hier zeigt sich der Rhein von seiner entspannten Seite. Die Hafenpromenade lädt zum Bummeln ein, und wer Lust hat, packt sich einfach ein kleines Picknick ein und genießt den Blick auf das Wasser und die vorbeiziehenden Schiffe.

Am Nachmittag lohnt sich ein Besuch im Clemens Sels Museum Neuss*. Das Haus überrascht mit einer abwechslungsreichen Kunstsammlung, wobei besonders die Sonderausstellungen spannend sind, die regelmäßig neue Perspektiven eröffnen. Der Museumsbau selbst zeigt sich als ein sehenswerter Dialog zwischen Alt und Neu. Deilmanns moderner Entwurf integriert das mittelalterliche Obertor und macht das Gebäude zu einem Stück gelebter Kulturgeschichte.

Momentan zieht die Ausstellung „The Unboxing Experience – Phase 2: Resonating Voices“ Besucher in ihren Bann (Laufzeit: 12.04. – 28.09.2025; Phase 2 ab dem 26.06.2025). In dieser Ausstellung werden gezielt die bisher wenig sichtbaren Werke von über 130 Künstlerinnen aus dem Museumsbestand in den Fokus gerückt. In Phase 2 treten diese Schätze in Dialog mit frischen, zeitgenössischen Arbeiten internationaler Künstlerinnen – darunter Anna Bochkova, Sara De Brito Faustino, Camille Dumond, Carolin Israel, Shannon Sinclair und Alicja Wysocka

Ziel dieses experimentellen Formats ist es, Resonanzräume zu schaffen – künstlerische Stimmen wahrnehmbar zu machen, die bislang unterschätzt oder übersehen wurden. Weibliche Perspektiven und kreative Innovation, Kunst und Geschichte werden im wahrsten Sinne erlebbar gemacht – besonders, wer Museen sonst als „stumm“ empfindet, wird hier überrascht und inspiriert.

Zusätzlich beinhaltet das Begleitprogramm spannende Angebote wie etwa eine Kuratorinnenführung sowie eine Food-Performance von Thi My Lien Nguyen im Rahmen der Neusser Kulturnacht am 27.09.2025

Nach einem erfüllten Tag voller Eindrücke ist es Zeit für etwas Entspannung. Mein persönlicher Tipp für eine Übernachtung ist das Mercure Hotel Düsseldorf Kaarst*, das nur wenige Minuten per Auto von der Neusser Innenstadt entfernt in einem kleinen Gewerbegebiet liegt und dank großer Parkflächen auch eurem Auto eine gute Übernachtungsmöglichkeit bietet. Hier sei allerdings gesagt, dass die Parkkosten nicht im Übernachtungspreis enthalten sind, was ich aber mittlerweile von vielen Häusern so kenne. Öffentliche Parkplätze in der fußläufigen Umgebung gibt es allerdings auch, wobei ich ungern mein Gepäck unnötig weiter tragen würde.

Egal ob ihr als Wochenend-Reisende unterwegs seid, geschäftlich in der Region zu tun habt oder einfach einen kleinen Wellness-Trip plant, im Mercure Hotel Düsseldorf Kaarst fühlt ihr euch sofort willkommen. Die Mitarbeiter sind ausgesprochen herzlich, die Ausstattung lässt keine Wünsche offen und schon beim Betreten spürt man, dass hier Service großgeschrieben wird.

Das zumeist recht junge Team war für mich immer ansprechbar, hat alle Fragen umgehend beantwortet und keine Mühen gescheut, um mir einen tollen Aufenthalt zu bieten. Ihr wollt ein Beispiel?! Nun, bei meiner Badewanne war der Verschluss abhandengekommen und die Kollegin an der Rezeption hat sich extra abends noch für mich auf die Suche nach einem neuen gemacht, damit ich mein Bad vollends genießen konnte. Das nenne ich einen Top-Service!

Ich selbst durfte eine Privilege Suite bewohnen, ein echtes Highlight! Auf großzügigen 55 Quadratmetern erwarten euch nicht nur ein eleganter Wohnbereich mit Couch, Sessel, Arbeitsbereich, TV & Co, sondern dazu auch ein separates Schlafzimmer mit viel Platz, sehr gemütlichem Bett, TV und sehr guten Verdunklungsmöglichkeiten – wichtig für einen ungestörten Schlaf. Annehmlichkeiten wie eine Nespresso-Maschine für den Kaffee zwischendurch, ein Bademantel für den Wellnessbereich sowie eine kostenfreie Minibar findet ihr ebenfalls in dieser Zimmerkategorie.

Für mich ist es ja auch immer besonders wichtig, einfach Bewegungsfreiheit zu haben und die gibt es hier mehr als ausreichend. Im Badezimmer mit Wanne können sich gemütlich 2 Leute gleichzeitig fertig machen und die Trennung von Wohn- und Schlafbereich ermöglicht es den Gästen, den eigenen Tagerhythmus auch im Hotel zu leben. Die Nachteule kann im Wohnzimmer noch weiter TV schauen, während im abgetrennten Schlafbereich schon seelig geträumt werden darf. Große Fensterflächen, viel Stauraum, WLAN, tolle Schallisolierung und ein modernes, wenngleich gemütliches Design runden das Bild ab. Hier fühlt man sich nicht nur gut untergebracht, sondern rundum umsorgt.

Für mich neben diesen gemütlichen Zimmern das absolute Non-Plus-Ultra: der großzügige Wellnessbereich! Ein angenehm temperierter Pool lädt Groß und Klein zum Schwimmen ein, während gemütliche Liegeflächen innen und außen dafür sorgen, dass ihr euch wetter-unabhängig entspannen könnt. Wer es heißer mag, findet in der Sauna den idealen Ort, um den Tag ausklingen zu lassen auch wenn diese zum Zeitpunkt meines Aufenthaltes leider einen kleinen Defekt hatte. Für mich persönlich war das kein Problem, denn ich hatte es eher auf den Pool „abgesehen“ und habe dieses absolut genossen.

Für alle, die zwischendurch aktiv bleiben möchten, steht zudem ein gut ausgestattetes Gym zur Verfügung, natürlich insgesamt auch mit Umkleidekabinen, abschließbaren Spinden und Sanitärbereichen ausgestattet. So habt ihr die perfekte Mischung aus Entspannung und Bewegung direkt im Hotel und was gibt es besseres als nach einem langen Tag auf den Beinen abends die müden Knochen in der Sauna, oder im Pool zu entspannen.

Auch kulinarisch hat das Haus einiges zu bieten: Im Restaurant „Carolus“ erwartet euch eine abwechslungsreiche Küche, die regionale Spezialitäten mit internationaler Note kombiniert – perfekt für ein entspanntes Abendessen nach einem erlebnisreichen Tag. Wer den Abend lieber in geselliger Runde ausklingen lassen möchte, findet in der stilvollen Hi-Light Bar & Lounge die passende Atmosphäre, sei es bei einem Cocktail, einem Glas Wein oder einem frisch gezapften Bier.

Wer seinen Tag lieber gemütlich auf dem Zimmer verbringt, der findet direkt neben der Rezeption einen Mini-Markt, in dem ihr rund um die Uhr Snacks, Getränke oder andere Kleinigkeiten bekommt, ideal für den späten Hunger oder die vergessene Kleinigkeit.

Am nächsten Morgen schließlich wartet dann schon das reichhaltige Frühstücksbuffet auf euch, das tatsächlich keine Wünsche offen lässt. Von frischem Obst über knusprige Brötchen, einer feinen Auswahl an Käse und Wurst, Eierspeisen, Joghurts und Müsli bis hin zu herzhaften Spezialitäten, vegetarischen und veganen Alternativen, Säften Tee und natürlich herrlich duftendem Kaffee findet hier jeder das Richtige. Mein Highlight hier: die Waffelstation, an der ihr euch frische Waffeln selber backen und mit allerlei Toppings verzieren könnt. Ein riesiger Spaß für Familie und für mich sowieso. So startet ihr gestärkt in einen neuen Tag in Neuss.

Mein Fazit – Neuss ist keine Stadt, die mit großen Schlagzeilen lockt und vielleicht ist das auch ihr größter Vorteil. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine abwechslungsreiche Mischung aus Geschichte, Kultur und Rheinromantik, die sich hervorragend für einen Tagesausflug oder ein entspanntes Wochenende eignet. Zwischen römischen Ausgrabungen, malerischen Gassen, moderner Kunst und herzlicher Gastfreundschaft bietet Neuss genau die richtige Balance, um einmal tief durchzuatmen und dennoch viel zu erleben.

Und wer den Aufenthalt perfekt abrunden möchte, findet im Mercure Hotel Düsseldorf Kaarst die ideale Unterkunft: ein modernes Haus mit Wellnessbereich, gemütlichen Zimmern, hervorragendem Service und einem Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Ob für einen Kurztrip, eine Geschäftsreise oder ein verlängertes Wochenende – hier fühlt man sich vom ersten Moment an willkommen.

Also, wenn ihr das nächste Mal an Düsseldorf vorbeifahrt: macht Halt in Neuss. Es lohnt sich!

*Vielen Dank an das Mercure Hotel Düsseldorf Kaarst für die Einladung, sowie die Neusser Marketing GmbH & Co KG und das Clemens Sels Museum Neuss Clemens Sels Museum Neuss für die Unterstützung dieses Beitrag!

Beitrag unentgeltlich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert