Wenn ihr nach dem ersten Streifzug durch Nancy noch nicht genug habt – keine Sorge. Die Stadt hat noch so viel mehr zu bieten: Kunst, Kultur, Genussmomente und kleine Entdeckungen, die euch innehalten lassen. Ganz gleich, ob ihr einen zusätzlichen halben oder einen ganzen Tag bleibt – hier sind die Highlights* für alle, die etwas tiefer eintauchen möchten.

Ein Haus für die Kunst: Musée des Beaux-Arts
Direkt an der Place Stanislas gelegen, lohnt sich ein Besuch im Musée des Beaux-Arts nicht nur wegen der Sammlung – auch das Gebäude selbst ist ein Schatz. Während draußen das Licht auf die vergoldeten Gitter fällt, entdeckt ihr innen Meisterwerke von Rubens, Caravaggio und Delacroix. Besonders eindrucksvoll: die Sammlung von Glasarbeiten Émile Gallés im Gewölbekeller.


Farben, Formen, Licht – ein stilles, gläsernes Feuerwerk. Ein Abstecher in die unterirdischen Gewölbe offenbart zudem Reste der alten Stadtbefestigung, die dem Museum eine zusätzliche historische Tiefe verleihen. Doch auch moderne Kunst und Lichtinstallationen könnt ihr hier entdecken und so verbindet das Musée des Beaux-Arts auf faszinierende Weise Kunstgenuss aus verschiedenen Epochen mit einem Spaziergang durch die Geschichte Nancys.
Jugendstilträume in Stein, Glas und Holz
Ein paar Minuten vom Zentrum entfernt wartet ein echtes Juwel auf euch: die Villa Majorelle. Das ehemalige Wohnhaus des Designers Louis Majorelle zählt zu den ersten Jugendstilbauten Frankreichs und ist ein Gesamtkunstwerk aus Glasmalerei, geschwungenem Eisen und floralen Holzarbeiten.


Hier lebt der Esprit von 1900 wieder auf, detailverliebt, handwerklich brillant, zutiefst poetisch. Beim Durchschreiten der Räume spürt ihr fast die Geschichten, die in den Böden und Wänden stecken und könnt euch in die Zeit zurück versetzen, als die École de Nancy als Element des Art Nouveau vorherrschende Stilrichtung war.
Ein paar Straßen weiter befindet sich dann auch das Musée de l’École de Nancy – ein Muss für alle, die den Jugendstil lieben. Möbel, Glas, Keramik, Schmuck – jede Ecke dieses Hauses zeugt vom Wunsch, Schönheit und Funktion zu vereinen.


Besonders schön: der angrenzende Garten mit seinen Teichen und Pavillons, ein Ort zum Durchatmen und Träumen. Hier fühlt ihr euch direkt in der Zeit zurück versetzt und könnt einen Moment lang die Ruhe und besondere Atmosphäre dieses Ortes genießen.
Auch ein Spaziergang durch das Saurupt-Viertel lohnt sich: Hier reihen sich prachtvolle Villen mit kunstvollen Fassaden, bunten Keramiken und geschwungenen Balkonen aneinander – Architektur als Liebeserklärung an eine Epoche.
Ein süßes Extra: Die goldene Mirabelle
Falls ihr etwas mehr Zeit habt, gönnt euch einen kleinen Ausflug: In Rozelieures, etwa 45 Minuten südlich von Nancy, liegt die Maison de la Mirabelle. Dort erfahrt ihr alles über die berühmte gelbe Pflaume, die in Lothringen zu köstlichen Konfitüren, Likören und Bränden verarbeitet wird.


Eine Führung durch die Destillerie, ein kleiner Shop, natürlich eine Verkostung – und ihr nehmt ein Stück Spätsommer mit nach Hause. Und ja, die Maison de la Mirabelle ist für die ganze Familie etwas, denn neben dem sehr interessanten und kurzweilig gestalteten Film über die Arbeit mit und Pflege von Mirabellen gibt es auch eine immersive Show und in der Verkostung familienfreundliche Produkte wie einen köstlichen Sirup.
Meine Restaurant Tipps
Natürlich darf auch der Genuss nicht fehlen! Für ein stilvolles Mittagessen ist die legendäre Brasserie Excelsior ein Muss. In der Rue Henri-Poincaré gelegen, entführt euch dieses Restaurant im schönsten Jugendstil mit seinen hohen Decken, goldenen Lampen und Spiegelwänden in die Ära der Belle Époque. Hier wird französische Brasserieküche serviert – Muscheln, Tartar, Crème brûlée – mit Eleganz und Savoir-vivre. Probiert auf jeden Fall die Nachspeisen, denn diese scheinen von einer anderen Welt zu sein – die Brasserie Excelsior verführt mit Klassikern, die ebenso charmant wie geschmackvoll sind.


Die Douceur du Roi Stanislas ist ein Dessert mit Geschichte – ein saftiger Baba au rhum, durchzogen von feinem Rum und gekrönt mit luftiger Crème fouettée. Ein königlicher Genuss: üppig, aber nicht schwer, klassisch und doch mit einem Hauch Überraschung. Der Rum wärmt angenehm, die Sahne zergeht auf der Zunge – und mit jedem Löffel fühlt man sich ein bisschen wie im goldenen Zeitalter von Nancy. Ein Dessert, das Vergangenheit schmecken lässt und doch ganz im Hier und Jetzt begeistert.
Oder wie wäre es mit dem Tout Nancy? Dieses eisgekühlte Parfait mit knusprigen Macaronstückchen, feiner Bergamotte und einem leuchtenden Mirabellen-Coulis ist eine Hommage an die Stadt selbst, elegant, verspielt und typisch lothringisch. Ein Dessert wie ein Spaziergang durch blühende Gärten im Spätsommer. Beide sind mehr als ein süßer Abschluss, sie sind ein feiner Gruß aus Nancy, den man am liebsten mit nach Hause nehmen möchte.
Für den Abend empfehle ich euch das La Bolée – klein, herzlich und bretonisch bis ins letzte Detail. Die charmante Crêperie ist ein echter Geheimtipp, wenn ihr Lust auf bodenständige Küche mit französischem Flair habt. Hier knistert es nicht nur in der offenen Küche, sondern auch auf dem Teller: Die Galette Biquette etwa kombiniert Emmentaler Käse, Speck, Ziegenkäse, Zwiebeln, Thymian und einen Hauch Honig – süß-herzhaft und einfach unwiderstehlich. Jeder Bissen ein kleines Gedicht, das nach Meer, Wiesen und bretonischer Sonne schmeckt.


Oder lasst euch von der Galette Allegria verführen, einer üppigen Komposition aus Emmentaler, Mozzarella, Gorgonzola, luftgetrocknetem Schinken, Parmesan und einem frischen Salatbouquet. Ein Fest für Käseliebhaber und dabei herrlich ausgewogen, durch den Salat zudem fein knackig und mit einer schönen frischen Note.
Zum Nachtisch könnt ihr es klassisch angehen und einen Crêpe mit Maronencreme und Sahne wählen, oder es etwas feudaler halten und ein mit Mirabellenschnaps flambiertes Crêpe-Soufflé genießen, das mit Mirabellen und einem feinen Sorbet abgestimmt ist. Zum dahinschmelzen!!!
Wenn ihr abends etwas mondäner unterwegs sein wollt und Wert auf „Sehen und gesehen werden“ legt, empfehle ich euch das Grand Café Foy direkt an der Place Stanislas. Die Terrasse mit Blick auf die prachtvoll illuminierte Platzfassade ist ein Erlebnis, besonders wenn das Licht des Sonnenuntergangs auf die vergoldeten Gittertore fällt und der Himmel in Rosatönen glüht. Bei einem guten Glas Wein und französischen Köstlichkeiten lässt sich hier der Tag stilvoll ausklingen.
Zum Aperitif passt perfekt ein Kir Lorraine – hier wird der Gris de Toul, ein fruchtiger Rosé aus der Region, mit einem Schuss Mirabellenlikör verfeinert. Der Duft der goldenen Pflaume und die feine Säure des Weins schmecken wie ein flüssiger Sonnenuntergang im Glas.


Ein Blick in die Karte macht Appetit: Quiche Lorraine, goldbraun und herzhaft, oder eine zartschmelzende Foie Gras mit fruchtiger Begleitung? Wer es kräftiger mag, freut sich über das würzige Tartar de Bœuf oder ein saftiges Entrecôte mit Röstaromen – perfekt gegart und harmonisch angerichtet. Auch Fischliebhaber kommen auf ihre Kosten: Die Dorade Royale ist außen knusprig, innen zart; die Gambas poêlées überzeugen mit mediterraner Würze.
Zum süßen Finale lohnt sich der Blick auf die Dessertkarte. Die Pavlova begeistert mit knusprigem Baiser, aromatisierter Sahne und frischen Früchten – ein leichtes, fruchtiges Sommervergnügen. Und die Crème Brûlée mit Mirabelle? Ein regionales Highlight: samtige Vanillecreme unter knisterndem Karamell, verfeinert mit dem warmen Aroma der Lothringer Mirabelle, subtil, ausgewogen, unwiderstehlich. Ob als stilvoller Auftakt zum Abend oder als entspannter Ausklang eines erfüllten Tages, im Grand Café Foy könnt ihr den Zauber von Nancy mit allen Sinnen genießen.
Abschalten mit Stil: Nancy Thermal
Und wenn ihr euch nach all der Kultur, Architektur und Kulinarik nach einem Moment der Stille sehnt, dann wartet Nancy Thermal auf euch – ein urbanes Spa-Refugium, das moderne Eleganz mit heilender Geschichte verbindet. Bereits seit dem 18. Jahrhundert schätzt man hier die wohltuende Wirkung der heißen Quellen, und heute präsentiert sich die Anlage in neuem Glanz: lichtdurchflutete Innenbereiche, geschwungene Becken, die sich wie kleine Lagunen anfühlen, und ein großzügiger Außenbereich mit Thermalpool unter freiem Himmel laden zum Entspannen ein.


Ob im angenehm temperierten Wasser der Heilquelle, im duftenden Dampfbad oder auf den stilvollen Liegezonen mit Blick ins Grüne – hier dürft ihr einfach loslassen. Keine Eile, kein Trubel. Nur das leise Plätschern des Wassers, der Dampf auf der Haut, die Ruhe in euch selbst.
Besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne sich golden über die Dächer von Nancy senkt, wird das Thermalbad zu einem fast magischen Ort. Der perfekte Abschluss für zwei Tage voller Eindrücke, Farben, Düfte und Begegnungen – und vielleicht der Moment, in dem ihr wisst: Nancy wird euch nicht so schnell loslassen.
Ein Hotel mit Charme
Nach so vielen Erlebnissen heißt es erstmal ausruhen, die Füße hochlegen und die vielen Eindrücke sacken lassen – und dafür ziehen wir uns in unser charmantes Hotel zurück: das Hotel Stanley by Happyculture, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof und vom Stadtzentrum entfernt. Das 3-Sterne-Haus befindet sich in einem hübsch restaurierten Altbau in der Rue Pierre Semard und verbindet klassisches Ambiente mit modernem Komfort.


Schon beim Betreten empfängt euch eine stylische und doch elegante kleine Lobby mit stilvoller Einrichtung – hier fühlt man sich sofort willkommen. Ein großes Pro – ihr bekommt hier im Empfangsbereich den ganzen Tag über kostenlose Heißgetränke, aber auch Wasser und verschieden Sirupe und könnt euch so vor, oder nach eurer Besichtigung versorgen. Solltet ihr früh ankommen werden eure Koffer hier verwahrt und später auf euer Zimmer gebracht und die super freundlichen Mitarbeiter geben wertvolle Tipps für eure Zeit in Nancy.
Die Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet, mit warmen Farben, bequemen Betten und kleinen Details, die den Aufenthalt besonders angenehm machen: kostenfreies WLAN, Klimaanlage, Wasserkocher und Tee / Kaffee, ein gepflegtes Bad und eine gemütliche Atmosphäre, in der man wunderbar abschalten kann.

Am Morgen wird euch hier ein reichhaltiges Frühstück serviert mit einigen französischen Leckerbissen – frischen Croissant, Baguette, Madeleines, herzhaften und süßen Zugaben und frischen Crepe. Dazu könnt ihr aus frischem Obst, Cerealien und Joghurt wählen, frischen Kaffee, Tee oder Säfte genießen und die Pläne für den Tag besprechen.
Ein besonderer Pluspunkt dabei: Die Lage! Das Hotel Stanley ist der ideale Ausgangspunkt für Stadterkundungen, denn viele Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Boutiquen erreicht ihr ganz bequem zu Fuß.

Nancy hat mich mit seiner charmanten Mischung aus barocker Eleganz, lebendiger Kulturszene und feiner Lebensart vollkommen begeistert. Ob beim Flanieren über die Place Stanislas, beim Bestaunen des Jugendstils oder beim Genießen regionaler Spezialitäten in gemütlichen Brasserien – diese Stadt versteht es, ihre Besucher auf ganz besondere Weise zu verzaubern und mit ihrer gemütlichen Atmosphäre in ihren Bann zu ziehen. Ich kann schon behaupten, dass ich mich verliebt habe in Nancdy.
Ich hoffe, meine Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants und Cafés helfen euch dabei, eure eigene kleine Auszeit in Nancy zu planen. Packt bequeme Schuhe, viel Neugier und am besten auch einen großen Appetit ein – denn in dieser Stadt gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch ganz wunderbar zu genießen.

Und wer weiß – vielleicht steht ihr ja schon bald selbst mit einem Kir Lorraine auf der Place Stanislas und denkt euch: Vive la vie!
*Pressereise / Vielen Dank an DESTINATION NANCY für die Unterstützung bei diesem Beitrag
Beitrag unentgeltlich!