Winter-Blues adé: Wohlfühl-Auszeit im Greenfield Hotel Golf & Spa in Bük

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Wenn sich draußen die Welt in eine melancholische Mischung aus Grau, Nässe und frühem Dunkel hüllt, wenn der Wind an den Fenstern rüttelt und die Stimmung irgendwo zwischen Müdigkeit und Winter-Blues hängt, wird es höchste Zeit für eine kleine Flucht. Für ein paar Tage Wärme, Ruhe und Abstand vom Alltag – und genau das habe ich mir im nasskalten November gegönnt. Meine Reise führte mich ins Greenfield Hotel Golf & Spa in Bükfürdő*, einen entspannten Wohlfühlort in Westungarn, der nah genug an Österreich und Süddeutschland liegt, um unkompliziert erreichbar zu sein, und gleichzeitig weit genug weg, um den Kopf freizubekommen. Hier kann man herrlich entspannen und gleichzeitig einiges erleben – die perfekte Mischung, wenn man sich selbst und seine Batterien wieder spüren möchte.

Als ich im Büro erzählte, dass ich ausgerechnet im November nach Bük fahre, haben viele die Stirn gerunzelt. Der November gilt ja selten als Traumreisezeit. Aber genau das war der Punkt: keine Menschenmengen, kein Trubel, keine Ablenkung – nur Raum, Ruhe und Zeit, um durchzuatmen und die Gedanken zu ordnen. Das leicht verschlafene November-Bük hat meinen Aufenthalt sogar besonders gemacht, weil alles, was stresst, einfach draußen geblieben ist.

Schon kurz hinter der österreichisch-ungarischen Grenze beginnt ein anderes Gefühl: die Straßen werden weiter, die Landschaft ruhiger, das eigene Tempo automatisch langsamer. Vor dem Hotel, friedlich eingebettet in viel Grün und mit Blick auf den Golfplatz, ist dann endgültig der Moment, in dem der erste Batzen Alltagsstress abfällt. Drinnen empfängt mich moderne, warme Eleganz – stilvoll, aber nicht steif; hochwertig, aber nicht übertrieben. Das superhilfsbereite, größtenteils deutschsprachige Team hat sofort dafür gesorgt, dass ich mich willkommen und gut aufgehoben gefühlt habe.

In meiner Reisezeit waren viele Gäste in einem ähnlichen „Mood“ wie ich: Paare, Freundinnen, Ruhesuchende und rüstige Senioren, die sich ein paar erholsame Tage gönnen wollten. Es war angenehm lebendig, aber nicht hektisch – eine bunte Mischung, die zeigt, wie vielseitig das Greenfield ist. Und tatsächlich ist hier für jeden etwas dabei. Direkt neben dem Hotel liegt ein gepflegter 18-Loch-Golfplatz, auf dem Gäste Ermäßigungen und sogar Schnupperstunden bekommen. Wer also Lust hat, sich mal am Golfschwung zu versuchen, findet hier perfekte Bedingungen. Aber es geht längst nicht nur um Golf: Im „Chill & Fun“-Bereich warten Bowling, Darts, Multisport-Simulatoren, Tischfußball und Air-Hockey – ideal für Schlechtwetter oder einfach für zwischendurch. Auch Bikes, Roller und Nordic-Walking-Ausrüstung kann man ausleihen und die Umgebung auf verschiedenen Routen erkunden. Also alles Nötige für Stunden zwischendurch oder bei Schlechtwetter, für junge und jung gebliebene Gäste, teils kostenlos, teils gegen eine Gebühr.

Ich fand diese Kombination aus Aktivsein und bewusster Ruhe unglaublich wohltuend, zudem die Nähe zu nahegelegenen Ausflugszielen den Aufenthalt noch weiter aufwerten kann. An einem sonnigen Vormittag bin ich zum Beispiel ins nahe gelegene Kőszeg gefahren – nur eine halbe Stunde entfernt und absolut einen Besuch wert. 

Die beeindruckende Burg Jurisics, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert reicht, erzählt an jeder Ecke spannende Geschichten, besonders über die berühmte Belagerung von 1532, als sie erfolgreich dem osmanischen Heer standhielt. Heute erlebt man dort liebevoll gestaltete Räume, eine nachgestellte Küche und Speisesäle, duftende Gewürze zum selbst erkeben und eine Atmosphäre, die einen tief in die Vergangenheit eintauchen lässt.

Ein absolutes Highlight ist der Aufstieg auf den Wehrturm, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf die Dächer von Köszeg und die umliegende Landschaft hat. Interessant ist vielleicht, dass Kőszeg Ende des Zweiten Weltkriegs kurzzeitig eine Rolle bei der Verwahrung der ungarischen Krone spielte – zwar nicht direkt in der Burg, aber in Schutzräumen in der Umgebung. Eine Replik der Krone könnt ihr dann heute hier im Museum betrachten.

Im Winter wirkt das Städtchen Köszeg insgesamt angenehm ruhig, aber gerade das verleiht ihm einen besonderen Charme. Neben der typisch ungarischen Architektur warten auch einige gemütliche Cafés und kleine, entzückende Shops darauf, entdeckt zu werden. Und noch ein Tipp zum Schluss: Vergesst nicht, ein paar Forint-Münzen mitzunehmen – fürs Parken sind sie nämlich unbedingt notwendig!

Nach meinem Ausflug habe ich es mir wieder im Hotel gemütlich gemacht, was im großzügigen „Superior Plus Doppelzimmer“ ausgesprochen leichtfiel. Viel Stauraum (ich HASSE es, aus dem Koffer zu leben), eine Nespresso-Maschine, ein Kühlschrank für eigene Getränke, Smart-TV, eine kleine Sitzecke und warme Naturtöne – alles so eingerichtet, dass es sich wie ein echtes „Home away from home“ anfühlt. Die ebenerdige Dusche, flauschige Handtücher, Bademantel, Pantoffeln und das frisch-grün duftende Duschgel haben dieses Gefühl noch verstärkt. Und schlafen? Himmlisch! Dank gemütlicher Matratze und Kissenauswahl habe ich neun Stunden am Stück geschlafen – für mich der Inbegriff von Urlaubsglück.

Und sonst? Der Balkon mit Blick auf den Golfplatz war für mich egal ob Sonne oder Regen einer der kleinen Luxusmomente des Tages und ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, euch ein Zimmer mit Balkon zu gönnen. Morgens mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon stehen, die frische, kalte Winterluft einatmen, das letzte Grün des Jahres vor sich sehen und wissen, dass jetzt ein Tag ganz ohne Hetze vor einem liegt – herrlich!

Mein Lieblingsort war aber der 3.500 m² große Spa- und Wellnessbereich. Trotz lebhafter Atmosphäre herrscht hier diese besondere Art von Ruhe, die nur Wasser erzeugen kann. Die beiden Thermalbecken mit eigenem, 718 Meter tief gewonnenem Heilwasser sind eine Wohltat: warm, mineralhaltig und perfekt, um müde Muskeln und angespannte Gedanken zu lösen. Sich einfach auf die Sitzbank im Wasser treiben lassen, die Wärme fühlen und schwerelos sein – das ist pure Entspannung. Der Außenpool, bis zu 35 Grad warm, ist im Winter ein kleines Erlebnis: unter dem dunklen Himmel schweben, während der Dampf über dem Wasser tanzt und die Sterne glitzern.

Dazu kommen Erlebnisbecken mit Massagedüsen, Nackenduschen und Sitzmassage, ein großes Sportbecken und Bereiche für Kinder. Auch der Saunabereich mit finnischer Sauna, Biosauna, Salzraum, Eisbrunnen und Tauchbecken lässt keine Wünsche offen. Besonders angenehm fand ich den extra „Spa & Harmony“-Bereich, der gegen Aufpreis oder in höheren Zimmerkategorien ein paar Stunden pure Ruhe verspricht. Ein Rückzugsort im Rückzugsort – und für mich der Moment, in dem das äußere Grau komplett verblasste.

Nach so viel Wärme und Wohlgefühl freut man sich umso mehr aufs Essen. Und was soll ich sagen: Das kulinarische Angebot im Greenfield ist richtig gut. Das Buffet hat eine angenehme, lebhafte Atmosphäre – genau die Mischung aus entspanntem Treiben, klirrenden Gläsern, Kinderlachen und aromatischen Düften, die Lust macht, zu probieren. Ungarische Spezialitäten wie würzige Fleischgerichte, eingelegtes Gemüse, aromatische Salami oder Paprika-Variationen treffen auf internationale Gerichte, Pasta, mediterrane Komponenten und feine Saucen.

Alles frisch, sorgfältig zubereitet und liebevoll angerichtet. Besonders gefallen hat mir, wie aufmerksam auf Unverträglichkeiten geachtet wird: glutenfrei, laktosefrei, vegan – alles gut gekennzeichnet und das Personal stets bemüht, Fragen freundlich zu beantworten. Das Frühstück war jeden Tag ein Genuss, vor allem die warmen Süßspeisen, die ich mir daheim selten gönne.

Nach dem Hauptgang und vielleicht einem kleinen Spaziergang durch die ruhige Hotelanlage hat mich dann die moderne Atmosphäre der Bar des Hotels dazu eingeladen, den Abend in gedämpfter, stilvoller und zugleich entspannter Umgebung ausklingen zu lassen. Bequeme Sitzmöbel, sanftes Licht, Live-Musik und Tanz, ein frisch gemixten Cocktails oder ein feiner Weins schaffen den perfekten Rahmen, um den Tag Revue passieren zu lassen.

Und auch wenn das gastronomische Angebot hier im Greenfield Hotel Golf & Spa so umfangreich ist sollte man es sich nicht entgehen lassen, einmal für einen kleinen Snack das Hotel zu verlassen. Nur wenige Autominuten entfernt, im kleinen Ort Bük, wartet ein kulinarisches Highlight, das man nicht verpassen sollte – der landestypische Lángos. Frisch frittiert, mit einer großzügigen Portion Knoblauch, saurer Sahne und Käse serviert, ist er ein Street-Food-Klassiker, der genauso gut in Erinnerung bleibt wie der stilvolle Abend im Hotel.

Nach ein paar Tagen im Greenfield fühlte sich alles leichter an. Die kühle Winterluft draußen hatte plötzlich ihren Charme zurückgewonnen, innen war alles warm, weich und voller kleiner Glücksmomente. Ob Schweben im Heilwasser, gemütliche Balkonkaffees, erlebnisreiche Ausflüge oder die entspannte Abendstimmung an der Bar – all das fügt sich zu einer Auszeit, die man nicht so schnell vergisst. Für mich war es ein kleiner Reset-Knopf zur perfekten Zeit, um dem Winter-Blues zu entkommen. Und eines weiß ich sicher: Ich komme wieder – sehr wahrscheinlich sogar bald.

*Vielen Dank für die Einladung an die Adventor Hotels / das Greenfield Hotel Golf & Spa

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